Lohnt sich Instagram noch? Ja!

Instagram, hat sich das nicht tot gelaufen? Sollte man 2019 überhaupt noch anfangen und vor allem: Lohnt sich das für Accounts mit wenig Followern? Klare Ansage: Ja. Deshalb ein Resümee und eine Ermutigung: Legt los bzw. bleibt am Ball! Das gilt insbesondere für Selbstständige und kleinere Unternehmen. Und gerade für Architekturbüros, Agenturen oder Designer ist Instagram m.E. zurzeit die beste Plattform (neben der eigenen Website). Man muss nämlich kein „Influencer“ mit mindestens 10K Abonnenten sein. Bin ich auch nicht und trotzdem läuft’s.

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Geht Auf und Ab wie bei einer Rolltreppe

Ja, auch ich komme mir oft vor wie Don Quijote im Kampf gegen Windmühlen. Instagram ist ein Auf und Ab, frisst Zeit und kostet Nerven... Es macht mir aber auch viel Spaß, was mir wichtig ist, sonst wäre ich nicht hier. Dennoch: Gerade für kleinere Firmen, Dienstleister und Selbstständige wird es schwieriger zu wachsen. Immerhin sollen es in Deutschland mittlerweile rund 15 Millionen Accounts sein. Und allein deshalb ist man trotz Strategie, Planung und guter Inhalte nicht mehr so schnell im Aufwind wie früher. Hahaha… ich höre schon den Aufschrei der Empörung von Seiten der IG-Strategen. Das könnt Ihr dementieren, wie Ihr wollt, aber: isso.

Größere Accounts mit Rückenwind

Denn klar ist: Es ist ein Unterschied, ob ein Account, das bislang bei „nur“ (hahaha) 3.000 Followern rumdümpelt, mit einer vernünftigen Strategie durchstartet. Oder ob dies ein IG-Feed macht, der 2019 mit Null Followern loslegt. Warum? Beim ersten Account sorgt allein die solide Basis von immerhin 3.000 Abos fürs „Grundrauschen“. Heißt: Ab Einsatz einer gezielten Planung mit gutem Content und ansprechenden Posts ist eine ganz andere Dynamik am Start, als bei einem kleinen Account mit läppischen 150 Abos.

Das ist so einleuchtend, dass dies auch bei Anbietern von entsprechenden Instagram-Seminaren einmal ankommen sollte. Alles andere weckt nämlich unrealistische Vorstellungen im Hinblick auf mögliche Wachstumsraten nach sechs Monaten oder einem Jahr. Zumal diese ja auch immer von der Branche, Nische, Produktangebot etc. abhängig sind. Eine Firma mit coolen Lifestyleprodukten dürfte es hier wohl etwas leichter haben als z.B. ein Sanitätshaus oder Anbieter von Rollatoren – coole Strategie und Storytelling hin oder her. Diesen Zusammenhang räumen aber leider nur die wenigsten IG-Strategen ein. Dabei ist er offensichtlich.

wenig Follower und Trotzdem Kunden? Geht!

Dennoch: Lasst den Kopf nicht hängen! Klar, auch ich hätte gerne viele Follower, das sieht immer besser aus. Es ist aber auch nicht alles, Beispiel: Neulich schrieb mir jemand recht kleinlaut in einem Kommentar, dass sie trotz 3.000 Abonnenten noch keinen Auftrag generiert habe, hm…? Bei mir hingegen sind – trotz meiner bescheidenen Followerzahlen – via Instagram erste Kooperationen, Anfragen und letztendlich Aufträge gekommen. Konkret sind das: Zwei Aufträge von Architekturfotografen, ein tolles Architekturbüro aus Österreich (dank Empfehlung von @texterinderherzen), das mich jetzt nach Wien eingeladen hat, sowie zwei weitere Architektenbüros, eine Anfrage einer Designagentur (Kunde Architekturbüro) und eine weitere Anfrage von einem Versicherer aus Österreich. Und das ging bereits bei rund 200 Abos los.

Netzwerken bringt voran

Außerdem habe ich auf Instagram die Agentur @mindtdesign entdeckt, die das Branddesign meiner Marke textart realisiert hat. Und es gibt auf der Plattform jede Menge toller Leute, mit denen ich mich vernetze. Und ständig stolpere ich über Ideen und Know-how. Auch in einem Podcast habe ich bald einen Auftritt. Also: Ich war zwar nie ein Faulpelz oder ja-aber-Typ, dennoch: Meine Aktivitäten auf Instagram, die Inspirationen, der Austausch und vor allem das permanente Lernen haben bei mir nochmals den Booster gezündet. Word up!

Von daher: No pain, no gain! Also haut rein und macht weiter.