Wandel und Entscheidungsfreude bestimmen den Erfolg – Architekten zeigen ihn auch über ihre Website
/„Bleib so, wie Du bist." Das klingt erst mal wertschätzend — kann aber lähmen. Wer Veränderung meidet, Entscheidungen aufschiebt und sich nicht weiterentwickelt, limitiert sich und den Erfolg seines Unternehmens. Gerade für Architekturstudios gilt: Expertise und Qualität müssen sich heute auch digital zeigen. Lest jetzt: Wie Wandel und Kompetenz zusammenhängen – und warum es Zeit ist, gewisse Narrative zu hinterfragen.
Neulich war im Podcast „Ben ungeskriptet” der bekannte Sterne-Koch Steffen Henssler zu Gast. Neben dessen Werdegang ging es u.a. um Leistungsfähigkeit und Veränderung . Um die Frage: Was hat man Menschen früher auf der Arbeit zugemutet und was heute.
PodCast-Host Ben schilderte dabei eine Beobachtung: Bei manchen Jüngeren zwischen 20 und 30 nehme er im beruflichen Kontext eine gewisse Selbstgewissheit wahr, die mitunter in Arroganz kippe. Der Tenor: Ich kann vieles, auch mit wenig Erfahrung. Ich mache es anders – und allein das reicht doch.
Ich bin grundsätzlich ein Freund des Machens, Erfahrung entsteht durch Tun. Und jede Generation bringt frische Perspektiven mit. Das Narrativ „ich habe schon 20 Jahre Erfahrung, und die Jungen taugen nichts“, ist nicht meine Sichtweise. Gleichzeitig erkenne ich Bens Punkt wieder.
Wenig Expertise, viel Selbstvertrauen?
Gerade im Online-Business oder Coaching-Bereich begegnet man häufig der Erzählung: Es genügt, dem Kunden einen kleinen Schritt voraus zu sein, um als Experte zu gelten. Und die von diesen Experten angebotenen Systeme oder Strategien versprechen schnellen Erfolg. Es
fragt sich, ob hier nicht eher ein Dunning-Kruger-Effekt** vorliegt…? Eine Blaupausen die für alle und mit der immer gleichen Dramaturgie? Das mag in manchen Feldern – zumal im Mainstream – funktionieren, greift bei vielen anderen aber zu kurz – etwa in der Architektur, Design- oder Immobilienbranche.
Blaupausen funktionieren nicht für alle
Wer etwa für Architekturbüros oder Innenarchitekten Services anbietet, bewegt sich in einem hochpreisigen, kulturell aufgeladenen Umfeld. Hier entscheiden Nuancen – in der Kommunikation, Ästhetik, Typografie, Tonalität der Sprache, Bildwelt etc. Nur weil Experten ihre Web-Standardlösungen als Königsweg anpreisen, passt dieser nicht zwangsläufig auch zu ambitionierten Planungsbüros oder Designstudios. Und selten erzeugen solche Webauftritte die Souveränität, die anspruchsvolle Interessenten erwarten.
Es lohnt sich, diese Standards zu hinterfragen. Denn zielführendere Ansätze existieren, die den Ansprüchen Eurer hochwertigen Branche und der Kliente wirklich gerecht werden.
Bleib so, wie Du bist – manifestiert Stillstand
Im Podcast ging es um Veränderung – und um den Satz „Bleib so, wie du bist“. Auf den ersten Blick klingt er wertschätzend, doch tatsächlich bremst er Entwicklung. Wer sich nicht weiterentwickelt, lernt nichts Neues, verliert Anschluss und begrenzt sein Handlungsspiel. Charakterliche Integrität ist wichtig, aber Stillstand ist keine Tugend. Veränderung fordert uns heraus, kostet Energie und zeigt unsere Lücken – doch gerade darin liegt ihr Wert. Unternehmen wachsen, wenn ihre Inhaber es tun: durch Lernen, Ausprobieren, Scheitern und Neujustieren.
Online zu suchen, ist die Regel
In der Architektur erlebe ich ähnliche Weggabelungen. Viele Büros stehen wirtschaftlich unter Druck. Sichtbarkeit wird wichtiger. Gleichzeitig hält sich hartnäckig die Vorstellung, Projekte sprächen für sich und Empfehlungen würden dauerhaft tragen. Und wer sich positioniert, an seiner Sichtbarkeit arbeitet, ist marktschreierisch. Macht nicht immer noch der Ton die Musik?
Empfehlungen sind wertvoll, doch jeder Interessent recherchiert danach online. Er oder sie öffnet die Website, prüft Look&Feel, Expertise, Haltung, Referenzen. und Klarheit. Innerhalb weniger Sekunden entsteht ein Eindruck: Ist das cool, spricht mich das an, vertraue ich deren Expertise, habe ich das Gefühl: Das könnte passen – oder eben nicht?
Retro ist nicht immer ein Gütesiegel
Wer eine hohe Investition tätigen soll, erwartet Souveränität und Qualität – auch im Digitalen. Ein Online-Auftritt, der kaum mehr ist als eine digitale Visitenkarte, hinterlässt Fragen. Eine in die Jahre gekommene Gestaltung sendet unterschwellige Signale. Ein verstaubtes PDF im E-Mail-Anhang erzeugt wenig Resonanz. Es dokumentiert Projekte, doch es führt nicht. Es erzählt keine Geschichte, es strukturiert keine Entscheidungsreise, es baut kein Vertrauen auf. All das wirft die Frage auf: Können die das wirklich?
Eine ästhetisch und strategisch aufgebaute Website hingegen übernimmt genau diese Aufgabe. Sie ordnet Inhalte, schafft Klarheit, übersetzt architektonische Qualität in verständliche Argumente. Sie zeigt Klasse. Und sie macht deutlich, für wen ein Büro arbeitet und warum gerade dieses Büro der richtige Partner ist. Kommunikation ist daher Teil der unternehmerischen Verantwortung. Sie bildet die Brücke zwischen gestalterischem Anspruch und wirtschaftlichem Erfolg.
Und: Eine Website ist mehr als ein digitales Schaufenster – sie ist ein Gradmesser unternehmerischer Reife. Sie zeigt, wie klar ein Büro denkt, wie präzise es kommuniziert und wie bewusst es seine Position im Markt gestaltet. Genau hier wird Kompetenz erlebbar. Genau hier zeigt sich, ob Wandel aktiv geführt wird.
Genau das ist mein Ansatz: Webauftritte gestalten, die führen — durch Klarheit, Haltung und eine Ästhetik, die zur Qualität der Arbeit sowie zur Persönlichkeit passt. Mit Squarespace, für Büros, die es ernst meinen. Bereit? Dann melde Dich gerne hier.
** Anmerkung: Der Dunning-Kruger-Effekt ist eine psychologische kognitive Verzerrung, bei der Menschen mit geringem Wissen oder Fähigkeiten in einem bestimmten Bereich ihre eigenen Kompetenzen maßlos überschätzen. Man könnte sagen: Sie sind zu inkompetent, um ihre eigene Inkompetenz zu erkennen. Paradoxerweise unterschätzen kompetente Personen hingegen oft ihre Fähigkeiten und leiden dann manchmal am Imposter-Syndrom.
