Bleib so wie du bist — über Wandel, Expertise und den richtigen Webauftritt mit Squarespace
/Das klingt erst einmal wertschätzend: Bleib so, wie Du bist. Doch im Grunde bremst das aus. Wer Veränderung meidet und Entscheidungen aufschiebt, limitiert sich und den Erfolg seines Unternehmens. Gleichzeitig gibt es eine andere Falle: Vermeintliche Experten, die mit Standardlösungen um die Ecke kommen – egal welche Branche, Zielgruppe oder welcher Anspruch. Warum das dazu führen kann, dass Online-Auftritte von Architekturbüros noch nicht richtig glänzen und wie eine Website in Squarespace das ins Reine bringt, erfahrt Ihr im Beitrag.
Neulich war im Podcast „Ben ungeskriptet” der bekannte Sterne-Koch Steffen Henssler zu Gast. Neben dessen Lebensweg ging es u.a. um Leistungsfähigkeit und Veränderung. Auch um die Frage: Was hat man Menschen früher auf der Arbeit zugemutet und was heute.
PodCast-Host Ben schilderte dabei eine Beobachtung: Bei manchen Jüngeren zwischen 20 und 30 nehme er im beruflichen Kontext eine gewisse Selbstgewissheit wahr, die mitunter in Arroganz kippe. Der Tenor: Ich kann vieles, auch mit wenig Erfahrung. Ich mache es anders – und allein das reicht doch.
Ich bin grundsätzlich ein Freund des Machens, Erfahrung entsteht durch Tun. Und jede Generation bringt frische Perspektiven mit. Das Narrativ „ich habe schon 20 Jahre Erfahrung, und die Jungen taugen nichts“, ist nicht meine Sichtweise. Gleichzeitig erkenne ich Bens Punkt wieder.
Wenig Expertise, viel Selbstvertrauen?
Gerade im Online-Business oder Coaching-Bereich begegnet man häufig der Erzählung: Es genügt, dem Kunden einen kleinen Schritt voraus zu sein, um als Experte zu gelten. Ähnlich wie Leonardo DiCaprio in Catch me if you can. In der Geschichte des Trickbetrügers Frank Abagnale Jr. gibt sich DiCaprio u.a. als Leiter einer Kinderstation aus und liest nachts Fachbücher, um sich die wichtigsten Begriffe anzueignen. Der Unterschied: Abagnale wusste, dass er improvisierte und jederzeit auffliegen könnte.
Oftmals versprechen die Systeme und Strategien, die heute als Königsweg vermarktet werden, den schnellen Erfolg — ganz egal um welches Problem oder welche Branche es geht. Da frage ich mich, ob hier nicht ein Dunning-Kruger-Effekt** vorliegt. Denn wer z.B. für Architekturbüros oder Innenarchitekten Services anbietet, bewegt sich in einem hochpreisigen, kulturell aufgeladenen Umfeld. Und da greifen Standardlösungen zu kurz. Zumal die Ergebnisse selten die Souveränität oder Klasse vermitteln, die anspruchsvolle Interessenten erwarten. Hier entscheiden Nuancen — in der Kommunikation, Ästhetik, Typografie, Tonalität der Sprache, Persönlichkeit, Bildwelt, Zielgruppe, der SEO und vieles mehr.
Du hast Dich aber verändert! Gut so.
Im Podcast ging es auch um Veränderung – und um den Satz „Bleib so, wie du bist“. Auf den ersten Blick klingt das wertschätzend, doch tatsächlich bremst das aus: Wer sich nicht weiterentwickelt, lernt nichts Neues, verliert Anschluss und begrenzt sein Handlungsspiel. Charakterliche Integrität ist wichtig, aber Stillstand ist keine Tugend. Tranformation fordert uns heraus, kostet Energie und zeigt unsere Lücken, doch gerade darin liegt ihr Wert. Denn Unternehmen wachsen, wenn ihre Inhaber es tun: durch Lernen, Ausprobieren, Scheitern, Aufstehen und Neujustieren.
Die bequeme Überzeugung — und warum sie fatal ist
In der Architektur begegnet mir immer noch eine Haltung, etwa so: Unsere Projekte sprechen für sich, Empfehlungen tragen dauerhaft etc. Und wer aktiv an seiner Sichtbarkeit arbeitet, ist marktschreierisch. Echt jetzt? Das ist das „Bleib so wie du bist" in der Praxis. Bequem, verständlich — und riskant.
Ja, Empfehlungen sind wertvoll – wenn die Anfrage dann passt. Aber jeder Interessent recherchiert danach im Web. Er oder sie öffnet Google, schaut sich den Online-Auftritt an, prüft Look & Feel, Expertise, Haltung, Referenzen. Innerhalb weniger Sekunden entsteht ein Eindruck: Spricht mich das an, vertraue ich dieser Expertise, könnte das passen oder eben nicht?
Und ich gehe davon aus, dass Architekten das genauso tun — wenn sie etwas kaufen, ein Hotel buchen oder Dienstleister beauftragen wollen. Dann gibt es Erwartungen – an Qualität, Leistung und Güte des digitalen Aufrtitts. Zurecht.
Gutes Design führt.
Wer eine hohe Investition tätigen soll – etwa in Architektur und Bauen, erwartet Souveränität und Qualität. Eine in die Jahre gekommene Website sendet da völlig falsche Signale. Und wenn ein Interessent erst noch ein verstaubtes PDF-Portfolio erbitten muss, dokumentiert das Projekte, führt aber nicht. Es erzählt keine Geschichte, baut kein Vertrauen auf und strukturiert keine Entscheidung.
Hingegen übernimmt eine ästhetisch und strategisch aufgebaute Website genau das. Sie ordnet Inhalte, schafft Klarheit und übersetzt architektonische Qualität in verständliche Argumente. Sie zeigt Klasse — und macht deutlich, für wen ein Büro arbeitet und warum gerade dieses der richtige Partner ist. Kommunikation ist Teil der unternehmerischen Verantwortung. Sie bildet die Brücke zwischen gestalterischem Anspruch und wirtschaftlichem Erfolg.
Und: Eine Website ist mehr als ein digitales Schaufenster – sie ist ein Gradmesser unternehmerischer Reife. Sie zeigt, wie klar ein Büro denkt, wie präzise es kommuniziert und wie bewusst es seine Position im Markt gestaltet. Genau hier wird Kompetenz erlebbar. Genau hier zeigt sich, ob Wandel aktiv geführt wird.
Genau das ist mein Ansatz: Webauftritte gestalten, die führen — durch Klarheit, Haltung und eine Ästhetik, die zur Qualität der Arbeit, der Persönlichkeit und den Zielen passt. Mit Squarespace, für ambitionierte Planungsbüros, Interiordesigner und Solos, die es ernst meinen. Bereit? Dann melde Dich gerne hier.
** Anmerkung: Der Dunning-Kruger-Effekt ist eine psychologische kognitive Verzerrung, bei der Menschen mit geringem Wissen oder Fähigkeiten in einem bestimmten Bereich ihre eigenen Kompetenzen maßlos überschätzen. Man könnte sagen: Sie sind zu inkompetent, um ihre eigene Inkompetenz zu erkennen. Paradoxerweise unterschätzen kompetente Personen hingegen oft ihre Fähigkeiten und leiden dann manchmal am Imposter-Syndrom.
