Vom WM-Aus zur Spitze: Zeit für Wandel im Sport und Business
/Deutschlands drittes WM-Desaster in Folge tut weh – zeigt aber genau das Problem, das uns auch im Business ständig ausbremst: Das kollektive Feststecken im Status quo, das anschließende Schönreden und die Angst vor Wandel. Doch Niederlagen sind kein Dauerzustand, wenn man den Mut hat, Konsequenzen zu ziehen und radikal neu zu denken. Dass Erfolg auch durch ein kompromissloses Bekenntnis zu Qualität entsteht, zeigt der Blick auf ein Premium-Fitnessstudio. Nicht nur dessen Endgegner ist das Mittelmaß.
Herr je, zwei Wochen ist es her, dass ich durch das 7:1 gegen Curaçao freudig auf den Ausgang der WM fieberte. Geschenkt, Deutschlands hochbezahlte Fußballer haben offenbar verlernt, erfolgreich zu sein und produzierten mit dem Ausscheiden 2026 das dritte WM-Desaster in Folge (auf > NTV-Sport).
Ein WM-Sieg 2026 wäre einfach fantastisch gewesen, und auch ein Motivationsschub für Deutschland. Um so irritierender der X-Post von Kanzler Merz: „Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel. Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch.“
Nein, das begeistert weder, noch macht das stolz. Lob, Solidarität und Ermutigung sind wichtig und menschlich – wenn sie passen. Doch hier sind sie fehl am Platz. Und so bedauerten die Spieler immerhin, allen voran Joshua Kimmich, dass sie nicht geliefert und Deutschland enttäuscht haben.
Keine Bereitschaft, Fehler zu bennenen und Konsequenzen zu ziehen
Merz hat wohl ein anderes Spiel gesehen als wir. Und ein Schelm, der da denkt, dass der Kanzler möglichen Reaktionen vorgreifen wollte, wie etwa „... das Debakel spiegelt doch die wirtschaftliche und politische Situation in Deutschland. Alles steckt seit Jahren fest in Mittelmäßigkeit, nur nichts wagen oder verändern.“ Wegloben hilft hier aber nicht, denn diese Reaktionen kamen zuhauf, zumal sie zutreffen.
Dazu passt auch die Reaktion von Bundestrainer Julian Nagelsmann, der seinen Rücktritt ausschließt: „Ich will mich trotzdem durchbeißen, wenn man das möchte – ich habe Vertrag.“ (Kommentar auf > Focus-Online)Das klingt nach Durchhalteparole, nicht nach konsequenter Aufarbeitung. Klar: Nicht jede Krise verlangt sofort den Austausch von Personen. Sehr wohl aber die Bereitschaft, Fehler klar zu benennen und im Zweifel auch unbequeme Konsequenzen zu ziehen.
The End of Boring Gyms
Erfolg – ob im Sport, in der Politik, Wirtschaft oder im Beruf – hat immer auch mit Klarheit sowie mutigen Entscheidungen und Lust auf Wandel zu tun. Es braucht mehr Bereitschaft, alte Muster zu durchbrechen und Neues auszuprobieren. Und genau da wird das Beispiel von > fitseveneleven interessant, auf das ich im Magazin Business Punk gestoßen bin. Der Claim des Studios lautet ‚The End of Boring Gyms‘. Das ist mehr als ein flotter Werbespruch.
Dahinter steckt die Bereitschaft von Gründer Markus Fritz, Risiken einzugehen, zu differenzieren und investieren. Es ist ein Bekenntnis zu Premium, das sich im Interior, in High-end-Ausstattung und Ästhetik zeigt. Letztlich auch eine auch eine Kampfansage an die Konkurrenz, an den Status-Quo üblicher Mucki-Buden mit Abo-Dumping. Die klare Kante in Sachen Exklusivität gefällt nicht jedem, aber muss es auch nicht. Doch der Andrang gibt dem Premium-Ansatz Recht. – sicher nicht der Konkurrenz – aber der Anklang gibt dem Premiumkonzept Recht, mittlerweile gibt es 42 Studios in ganz Deutschland sowie eine Auszeichnung mit dem German Design Award 2026.
Mein Endgegner: Mittelmäßige Websites
Ich finde das Beispiel folgerichtig und diese Konsequenz erlaube ich mir auch. Meine Endgegner sind nämlich mittelmäßige Websites, die auf Premium machen. Viele inhabergeführte Unternehmen, anspruchsvolle Selbstständige oder Studios stehen vor demselben Problem: Sie wollen einen digitalen Auftritt, auf den sie stolz sein können. Eine Website, die vom ersten Klick an signalisiert: Hier wird auf allerhöchstem Niveau gearbeitet. Was sie stattdessen von den meisten Agenturen, Online-Marketern und „Experten" bekommen, sind starre Blaupausen: „Das sind die üblichen Metriken, so macht man eine konvertierende Website, so läuft SEO. Aha.
Ahnungslos in der Gestaltung und Methodik
Das ist kein Webdesign, das rund läuft und gleichzeitig gut aussieht. Es ist digitaler Etikettenschwindel gepaart mit gestalterischer Ahnungslosigkeit und geringer Methodenkompetenz. Natürlich gibt es sehr gute Beispiele von Top-Agenturen, die sind nicht gemeint. Ansage: Wir sind nicht mehr im Jahr 2005, sondern 2026. Blackhat-SEO is dead, Webdesign geht heute fantastisch und ohne (!) Programmierung und Plug-ins. Zudem bestehen heute hohe Ansprüche an Inhalt, Design und Nutzerlebnis. Da muss man schon etwas bieten.
Und wenn Kunden schüchtern bei ihrer Agentur nachfragen: „Also hm... irgendwie kommen keine Aufträge, und offenbar findet nicht mal jemand unsere Website. Wie kann das sein, wir haben euch 15.000 Euro gezahlt?" — dann wird der digitale Unfall mit lautem Marketing-Gequatsche schöngeredet, à la Kanzler Merz. Im schlimmsten Fall kommt der Tipp: „Ja, dann geht doch auf TikTok, macht man heute so."
Nicht mit mir. Mein Prinzip war schon immer ein anderes: Hier gibt es Premium-Websites, die zu meinen Kunden passen. Wer mit seinem Unternehmen Qualität, Produkte oder Portfolios auf Spitzenniveau liefert, muss auch Premium ausstrahlen, sich differenzieren und wiedererkennbar sein.
